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CiCERONE TRAVEL


Am Hafenkai von Karaköy II
Süslü Karakol, die schnörkelige Polizeiwache. Polizei oder Militär sind bekanntlich Institutionen, die ungern wieder gehen, wenn sie einmal da sind. Das hat vielleicht einen positiven Nebeneffekt: so blieben manche Bauten vom Ungeheuer Restaurierung oder Gentrifizierung verschont. Das gleiche Schicksal hat dieser durchaus interessante Arbeitsplatz mancher Polizeibeamte, die aber das schöne Haus nur von innen sehen. Schön ist natürlich nur das Portal, das Elemente des osm

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy I
Marseille am Goldenen Horn Cicerone setzt nun seinen Gang durch Gassen und Bauten von Galata und Pera fort. Der letzte Punkt seines Spazierganges war das Café Karabatak. Geht man jetzt die enge Gasse zwischen dem Türkisch-Orthodoxen Patriarchat und dem Kormoranencafé Richtung Süden, kommt man an eine der fünf parallel verlaufenden "Corniche" von Karaköy: Mumhane Caddesi. Man sollte hier keine breite Allee etwarten. Die Dimensionen der Straßen und Gassen von Galata und Per

Halûk Uluhan
24. Dez. 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: November
Interkontinental zu Fuß Ein interkontinentales Ereignis ist es schon: der internationale Eurasien-Marathon, auch Istanbul-Marathon genannt. Er wurde dieses Jahr zum 37. Mal veranstaltet, also seit 1979 jedes Jahr im Herbst. Es ist der einzige Tag im Jahr, an dem Menschen zu Fuß über die "Europa-Brücke" gehen können, wie sie richtig heißt, obwohl mittlerweile "Bosporus-Brücke" sich im Volksmund durchgesetzt hat. Ein grandioses Panorama bietet sich natürlich in alle Himme

Halûk Uluhan
16. Nov. 20152 Min. Lesezeit


Rakı
Der unsichtbare Löwe in der Flasche Die klischeehafte Bemerkung der Touristen „Aber die Moslems dürfen doch keinen Alkohol trinken“, wird von den Fremdenführern genauso stereotyp beantwortet: „Es sei denn, aus medizinischen Gründen!“ In der touristischen Konversation ist also Rakı kein Alkohol, sondern Medizin. Überall dort, wo Wein angebaut wird, gibt’s nicht nur Wein, sondern auch seinen Geist: Spirituosen auf Weinbasis. Obwohl man den dominierenden Anisgeschmack wahrnim

Halûk Uluhan
3. Nov. 20152 Min. Lesezeit


Die Stadtmauern
Eine Stadt, Tausend Gesichter und 56 Tore Eines Tages werden wohl Archäologen und Historiker über Istanbul schreiben, dass es eine Stadt war, die man im 21. Jahrhundert auf dem Landweg durch zwei Einfahrten erreichen konnte und dass man dabei eine gewisse Gebühr zahlen musste: auf der europäischen Seite an der Mautstelle bei Mahmutbey, auf der asiatischen bei Çamlıca. Es war nicht einfach und auch nicht billig, nach Istanbul zu kommen! In der byzantinischen und in der o

Halûk Uluhan
31. Okt. 20153 Min. Lesezeit


Wiesn am Bosporus
Ein Prosit der Gemütlichkeit! Gemütlich ist es am Bosporus sowieso. Wenn das weltweit bekannte bayerische Oktoberfest auf dem Gelände der historischen Sommerresidenz der deutschen Botschaft stattfindet, geht es etwas nobler zu als auf der Münchner Theresienwiese. Dieses besondere Areal - eine "Imperialschenkung" des osmanischen Sultans Abdulhamid II. aus dem Jahr 1880 - mit seinen schönen Holzvillen und seiner besonderen Geschichte ist die Kulisse für die Istanbuler Variante

Halûk Uluhan
20. Okt. 20152 Min. Lesezeit


Salzwasser
Landung bei Trotzki Der Herbst zeigte sich heute von seiner winterlichsten Seite in Istanbul: Kälte, Regen und stürmischer Nordwind. Cicerone leistete all dem Widerstand und fuhr nach Büyükada, auf die größte der Prinzeninseln: Prinkipo. Wetterbedingt war es relativ ruhig. Grund des Cicerone-Ausfluges war die Istanbuler Kunstbiennale, die zur Zeit in Istanbul an wassernahen Orten über die Bühne geht. Hier auf Büyükada hat die Biennale auch einige interessante Räumlichke

Halûk Uluhan
30. Sept. 20153 Min. Lesezeit


Cicerone-Tour
Zu Fuß und bergab: Galata-Ost An einem angenehm warmen Herbstsonntag (20. September 2015) hat Cicerone eine Walkingtour veranstaltet - die Route: vom Galataturm bis Karaköy, alles bergab und zu Fuß. Ergänzend dazu wird demnächst auch die Westhälfte Galatas begangen. Hier teilt Cicerone Fotos, die die Teilnehmer geschossen haben: #istanbul #galata #halukuluhan #cicerone #privattouren #guide #stadtführung

Halûk Uluhan
21. Sept. 20151 Min. Lesezeit


Biennale
Kunst am Bosporus Zum 14. Mal ist der Bosporus Stätte der Istanbuler Kunstbiennale. Diesmal ist aber wirklich der Bosporus gemeint, denn er bildet bewußt die geographische Achse der Veranstaltungen und der Ausstellungen. Thema der diesjährigen Biennale ist: SALZWASSER. Um den Bosporus, auf den Prinzeninseln und an meeresnahen Orten kann man bis zum 1. November Kunst erleben, genießen - und über viele Dinge nachdenken. IKSV ist die Istanbuler Stiftung für Kunst und Kultu

Halûk Uluhan
17. Sept. 20151 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: September
Rosch ha-Schana oder das jüdische Gesicht Istanbuls "Schana tova u'metuka" haben sich die Juden in der Nacht vom 13. auf den 14. September gewünscht: ein gutes und süßes Jahr. Auch Istanbuler Juden feierten den Jahreswechsel. Sie schreiben ab heute das Jahr 5776. Gemeinsames Essen an dekorierten Tischen gehört unbedingt zu den festlichen Riten. Dadurch gewinnt das Fest eine Seele und einen Sinn. Speziell für Rosch ha-Schana vorbereitete Speisen sind süß für ein süßes Jahr

Halûk Uluhan
14. Sept. 20154 Min. Lesezeit


Istanbuls Fische
Hurra, es gibt wieder Fisch! Seit gestern sind die Fischkutter wieder ausgefahren. Die Fischsaison hat begonnen. Über die Sommermonate läßt man die Fische in Ruhe, damit sie sich mehren. Je kälter die Gewässer werden, desto fetthaltiger, also leckerer werden die Fische. Die Saison beginnt im September mit "Palamut", dem Bonito, einem kleinen Bruder des Thunfisches. Die kleineren Palamut sollten filetiert oder querschnitten und in heißem Öl gebraten werden. Einige Wochen

Halûk Uluhan
2. Sept. 20151 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: August
Märkte und Basare von Istanbul Für Touristen ist „Basar“ Ein Zauberwort mit Magnetwirkung. Dabei heißt es nichts anderes als Markt. Andere Schreibweisen sind „Bazar“ und „Bazaar“. In beliebten Urlaubsregionen wie zum Beispiel im Raum Antalya ist dieses Wort in riesengroßen Lettern angebracht an riesengroßen Schildern an riesengroßen Masten. Rein zufällig stehen diese gegenüber von Hotelreihen am Strand auf der anderen Straßenseite und meinen die Ramschläden. Den Untersch

Halûk Uluhan
29. Aug. 20153 Min. Lesezeit


Café Karabatak
Ein Bosporus-Kormoran als Kaffeehändler Kapuziner, Kleiner Brauner, Wiener Melange, Franziskaner, Einspänner... Können Sie sich vorstellen, das alles auf der Liste eines Kaffeehauses in Istanbul vorzufinden? Istanbul ist immer für eine Überraschung gut. Gleich neben dem Patriarchat der orthodoxen Türken ist ein Eckhaus, das sich durch eine Gartenlaube über der engen Straße kennzeichnet: Karabatak. Für Verlorengegangene sind die Koordinaten an der Außenwand des Hauses a

Halûk Uluhan
14. Aug. 20152 Min. Lesezeit


Kaffee
Schlürfend in die Zukunft sehen In der Türkei wächst kein Gramm Kaffee. Nicht die Bohne! Der „türkische“ Kaffee kam stets aus den südarabischen und afrikanischen Ländern, die entweder Territorien oder Vasallenstaaten des Osmanischen Reiches waren. Mocca ist eine Hafenstadt zum weltweiten Verschiffen von Kaffeebohnen. Mocca liegt am Roten Meer und nicht am Bosporus. Da die Türken die arabische Zubereitung des pulverfein gemahlenen Kaffees, des Mokkas, etwas modifizierten,

Halûk Uluhan
7. Aug. 20154 Min. Lesezeit


Hippes Quartier
New-Karaköy Wo noch bis vor fünf Jahren Pumpen, Dichtungen und Fräser verkauft wurden, ist ein Trendviertel entstanden: Karaköy. Der Name steht heute bei junger Bevölkerung auch unter den Erasmus-Stundenten und Expats nicht mehr für einen verkehrstechnisch quirligen Platz, sondern für ein ganz kleines Gassensystem zwischen der Kaistraße Kemankeş Caddesi und Necatibey Caddesi auf der einen Achse und zwischen Maliye Caddesi (Parkhaus) und Tophane İskele Caddesi (Kılıç-Ali-Paş

Halûk Uluhan
1. Aug. 20152 Min. Lesezeit


Der letzte Istanbuler
Abschied von Panayot Abacı Heute hat sich Istanbul von einem seiner großartigen Söhne verabschiedet: Panayot (Panagiotis) Abacı. Er wurde 1923 in Galata geboren, im selben Jahr der Republik also. Sein Großvater zog schon mit dem Völkeraustausch nach Griechenland, trat der Kommunistischen Partei ein und kämpfte später mit den Partisanen gegen die deutschen Besatzer. Er wurde von den Nazis an die Wand gestellt und erschossen. Panayot war damals noch ein Jugendlicher. Panayo

Halûk Uluhan
29. Juli 20152 Min. Lesezeit


Türkisch-Orthodoxes Patriarchat
Der Kampf eines selbsternannten Patriarchen Es ist schon komisch. Man liest „Türkisch-Orthodoxes Patriarchat“ Wo? Über dem Eingang der Kirche „Meryem Ana“, der Mutter Maria also. Türken und Kirche? Und auch noch orthodox? Wie paßt das zusammen? Kurios ist die Geschichte schon. Die drei Kirchen hier in Karaköy – Maria (ehemals Panhagia Kaffathiani), Nikolaus und Johannes – sind ursprünglich griechisch-orthodoxe Kirchen. Die heute als „Patriarchatszentrum“ genutzte und in

Halûk Uluhan
28. Juli 20155 Min. Lesezeit


Surp-Pırgiç-Hisus-Kirche
Erlöserkirche im Rotlichtbezirk - Pfui! Das ist ein Irrgang durch die Achse Tophane-Karaköy. Ich weiß, liebe Cicerone-Leser. Bis ich eine bessere Lösung gefunden habe, bitte ich Sie alle wieder an die Kemeraltı Caddesi, Nahe Schule St. Benoît. Genau dort an der Ecke geht die Alageyik-Gasse hoch, eine alte Steigung mit Kopfsteinpflaster. Alageyik heißt Rothirsch. Man sieht dort fast immer junge Männer in Gruppen hoch- und runtergehen, sonntags auffälliger. Die Rothirsch-Gass

Halûk Uluhan
17. Juli 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: Juli
Ramadan in Istanbul Der islamische Fastenmonat Ramadan (Ramazan) fällt seit fast einer Dekade auf die Sommermonate. Wenn man das gregorianische Kalendersystem als Referenz nimmt, "bewegt" sich das islamische Mondjahr mit seinen 354 Tagen jedes Jahr um 11 Tage nach "vorne". Vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang nichts essen, nichts trinken und nicht rauchen ist das Gebot. Eine große Herausforderung für die Menschen ist nichts zu trinken - gerade an heissen und langen Som

Halûk Uluhan
15. Juli 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: Juni
Büyükçekmece: Ein Kleinod der Architektur Der Wettergott meinte es im Juni nicht gut mit Cicerone. Nachdem der Sommer viel zu früh gekommen zu sein schien, war es dann doch nicht so. Tulpen und Judasbäume wurden im Mai im selben Monatsprogramm behandelt. Im Juni hatte Cicerone diesmal Gäste für eine "Entführung aus dem Serail". Veranstaltungsort wäre der Garten des Archäologischen Museums gewesen - schöne Kulisse! Es gab aber im Vorfeld mehrere regnerische Tage, so dass d

Halûk Uluhan
26. Juni 20152 Min. Lesezeit
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