Biennale
- Halûk Uluhan

- 17. Sept. 2015
- 1 Min. Lesezeit
Kunst am Bosporus
Zum 14. Mal ist der Bosporus Stätte der Istanbuler Kunstbiennale. Diesmal ist aber wirklich der Bosporus gemeint, denn er bildet bewußt die geographische Achse der Veranstaltungen und der Ausstellungen. Thema der diesjährigen Biennale ist: SALZWASSER.
Um den Bosporus, auf den Prinzeninseln und an meeresnahen Orten kann man bis zum 1. November Kunst erleben, genießen - und über viele Dinge nachdenken.

IKSV ist die Istanbuler Stiftung für Kunst und Kultur. Seit 1973 veranstaltet sie zuerst "Istanbuler Festspiele" und nunmehr diverse Festivals und Biennalen. Die Industriellenfamilie Eczacıbaşı verstand sich als Mäzen der Kunst und initiierte vieles in dieser Richtung. 1973 jährte sich die Republik zum 50. Mal, und die "Europa-Brücke", die erste Hängebrücke der Welt, die zwei Kontinente verband, war fertig. Die Krönung war im selben Sommer "Istanbul Festivali". Die Eröffnungsmusik der Festspiele ist jahrelang ein Ohrwurm gewesen.

Die Kuratorin diesmal ist Carolyn Christov-Bakargiev. Sie ist eine US-amerikanisch-italienische Kunsthistorikerin bulgarischer Abstammung. Sie war künstlerische Leiterin der "documenta" in Kassel 2012.

Mit "SALZWASSER - Eine Theorie der Gedankenformen" will sie uns auf ein Material - Salzwasser - und auf die kontrastierenden Bilder und Formen der Knoten und der Wellen aufmerksam machen.
"Wenn Sie die Biennale besuchen, werden Sie ziemlich viel Zeit auf Salzwasser verbringen. Es gibt eine Verlangsamung der Erfahrung der Kunst wegen der Reise zwischen den Veranstaltungsorten, vor allem auf Fähren. Das ist sehr gesund: Salzwasser hilft, Erkrankungen der Atemwege und viele andere Krankheiten zu heilen und beruhigt die Nerven." - Vorstellungstext der Kuratorin
SALZWASSER findet in Museen und auch in temporären Räumen statt: Boote, Hotelzimmer, ehemalige Banken, Garagen, Gärten, Schulen, Geschäfte und Privathäuser. Spannend.






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