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CiCERONE TRAVEL


Ein Serienmörder in Galata
Petri, der Messerstecher Mitte des 19. Jahrhunderts auf der griechischen Insel Lefkada im Ionischen Meer: Ein junges Mädchen von 14 Jahren wird vergewaltigt und empfängt ein Kind. Es ist ein Junge, Petri, der 1857 auf die Welt kommt. Schon als kleiner Bub musste Petri seiner Mutter zuschauen, wenn sie sich prostituierte. Sie hatte keine andere Wahl als ihren Körper zu vermarkten. Der pubertierende Petri war ein sehr „schöner“ Junge. Die Mutter schickte ihn nunmehr zu den Na

Halûk Uluhan
6. Aug. 201610 Min. Lesezeit


Geschichte ist unsterblich
Halil İnalcık - Der Jahrhundertprofessor Der heiße Sommer 2016 hat uns um einen weiteren Istanbuliten ärmer gemacht. Am 25. Juli 2016 starb mit 100 Jahren Prof. Dr. Halil İnalcık, der bis zu seinem letzten Atemzug aktiv am Lehren und Lernen war. Er war der Professor der Professoren: Viele seiner ehemaligen Studenten sind heute Professoren, sogar in der dritten Generation. Ein kurzer Blick darauf, wo er überall gelehrt hat, oder ein kurzer Blick auf die Liste seiner Bücher u

Halûk Uluhan
29. Juli 20161 Min. Lesezeit


Herr "Kup Griye" ist tot
Istanbuls Gaumen trauert um Harry Lenas Am 11. Juni 2016 hat sich Istanbul wieder von einem seiner großartigen Söhne verabschiedet, von Harry Lenas. Er war der erste „studierte“ Konditor. Harry war Sohn von Filip Lenas, dem Gründer der Patisserie Baylan. Ein griechischer Istanbulit. Es wird aber eher Harry mit dem Namen Baylan identifiziert, da er das Familienunternehmen ausgebaut hat. Der aus Epirus stammende albanisch-griechische Philipp Lenas, kam Anfang des 20. Jahrhun

Halûk Uluhan
16. Juni 20162 Min. Lesezeit


Yeraltı Camii
Die Untergrund-Moschee Keine Angst! Es handelt sich dabei nicht um einen Treffpunkt von Terroristen oder ähnliches - und schon gar nicht um eine verbotene Sekte, die ihre Moschee im Untergrund gebaut hat. Übersetzt heißt "Yeralti" Untergrund. Die Bezeichnung verdankt dieses seltsame Gotteshaus der Topographie, bzw. der ursprünglichen Bestimmung. Es hat zwei Eingänge: landwärts und seewärts, wobei man wegen des Höhenunterschiedes einige Stufen hinunter steigen muß, wenn man

Halûk Uluhan
18. Mai 20162 Min. Lesezeit


Cicerone-Tour
Galata-West "Galata, jenseits des Goldenen Hornes" lautet die Überschrift der Cicerone-Touren Galata-West und Galata-Ost. Der Stadtteil Galata, einst eine Stadt für sich ist zwar flächenmäßig nicht sehr groß, doch gibt es dort viel zu sehen und viel Verstecktes. Daher bietet Cicerone Galata-Touren in zwei Teilen an, die sich ergänzen. So hat man den Rahmen verkleinert aber dafür den Inhalt vertieft. Zu jedem Cicerone-Programm gibt es auch eine einstündige Präsentation mit V

Halûk Uluhan
15. Mai 20161 Min. Lesezeit


Purpur
Die Farbe der Stadt Wußten Sie, daß Purpur die Farbe Istanbuls ist? - Und das aus gutem Grund... Zur Zeit blühen am Bosporus die Judasbäume purpurrot. Der Legende nach hat sich der Verräter Judas Iskariot an einem Baum erhängt, und der Baum ist vor lauter Scham rot angelaufen. Die runden Blätter des Baumes sind die Silbermünzen, die Judas für seinen Verrat Jesu von den Römern erhielt. Purpurgefärbte Stoffe waren in der Antike sehr begehrt, da diese Farbe aus der Natur schwe

Halûk Uluhan
21. Apr. 20162 Min. Lesezeit


Çay
Der schwarze Tee ist rot Obwohl man überall den „türkischen Kaffee“ kennt, trinkt jeder in der Türkei täglich literweise Tee, den schwarzen nämlich. Mit immerhin 221 Liter Teeverbrauch pro Kopf und Jahr ist die Türkei in dieser Hinsicht auf Platz 4 weltweit. Nachdem das Osmanische Reich die Kaffeeanbaugebiete in den arabischen Ländern verloren hatte, eilte als Ersatz der Tee zur Hilfe. Und er muss den Türken geschmeckt haben. Obwohl der Tee-Anbau in der Türkei eine relativ ju

Halûk Uluhan
1. Apr. 20162 Min. Lesezeit


Die Religion unseres Nachbarn
Orthodoxie am Goldenen Horn Ausgerechnet am katholischen Osterfeiertag führte Cicerone interessierte Istanbuliten mit einer Bildungsreise in die Glaubenswelt ihrer Nachbarn - in das orthodoxe Christentum. Als Stadtteile eigneten sich natürlich Fener und Balat am Goldenen Horn. Nach einer einstündigen Präsentation an der Leinwand ging es in das Ökumenische Patriarchat Fener, in die Kirchen "Maria der Mongolen", Nikolai, Dimitri und Balino. An der heiligen Quelle der Blacher

Halûk Uluhan
28. März 20161 Min. Lesezeit


Aus gegebenem Anlaß
Yassıada - Plati In den türkischen Medien kursierten neulich Aufnahmen von der Yassıada, einer der Prinzeninseln - völlig kahlgeschoren, Hügel wegrasiert und Küste aufgefüllt. Eine neue Umweltschande? - Ja. Istanbul vorgelagert sind die Prinzeninseln. Sie werden so genannt, weil sie schon zu byzantinischer Zeit häufig Verbannungsort von Fürsten und Fürstenkindern waren. Die Inseln sind im Sommer ein Paradies, Orte der Ruhe und der Erfrischung. Kein Autoverkehr - nur Fahrrä

Halûk Uluhan
7. Feb. 20163 Min. Lesezeit


Kars III
Ani - die traurige Geisterstadt Wenn vor mehr als 1000 Jahren zwischen Europa und Asien eine Karawane unterwegs war, so führte der Weg unweigerlich über Anatolien, also durch die heutige Türkei. Anatolien ist eine der größten Halbinseln der Welt, die auf der Ost-West-Achse gelagert und topographisch so günstig gegliedert ist, dass ein Kommen und Gehen von Ost nach West und umgekehrt immer möglich ist - ein "gangbares" Land. Daher führten alle alten Handelswege wie die Seide

Halûk Uluhan
6. Feb. 20162 Min. Lesezeit


Aus gegebenem Anlaß
Hippodrom und der mahnende Zeigefinger von Thutmosis Das Herz des touristischen Trubels in Istanbul ist die spätrömische Pferderennbahn - das Hippodrom. Was Markusplatz für Venedig, Place de la Concorde für Paris, Trafalgar Square für London bedeuten, bedeutet der Sultanahmet-Platz für Istanbul, genannt nach der Moschee. Es war das sportliche und soziale Zentrum der Hauptstadt des Byzantinischen Reiches. Dort, wo heute die so genannte Blaue Moschee (Sultanahmet) steht,

Halûk Uluhan
16. Jan. 20164 Min. Lesezeit


Mitternacht im Pera Palace
90 Jahre "Moderne Zeiten" "Als im Pera Palace am Silvesterabend 1925 die Partygäste eintrudelten, stand ihnen eine Premiere besonderer Art bevor: Nie zuvor hatten alle Istanbullus in einem kalendarisch gleichgeschalteten Moment gelebt. Zwar hatten schon die Osmanen in der Spätphase des Reichs die westliche Nomenklatur für die Monate des Jahres übernommen, zumindest was die Datierung finanzieller Transaktionen und die Eisenbahnfahrpläne betraf, aber bei den Jahreszahlen ging

Halûk Uluhan
1. Jan. 20163 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy V
Passagierhalle "Yolcu Salonu" ist eine Halle für Passagiere, ein Terminal. In diesem Fall das Tor von Istanbul, das empfangende Gesicht. In alten Zeiten gingen Schiffe im Wasser vor Anker und lagen auf Reede oder machten an Tonnen fest. Kleine Barkassen ruderten sich an die Schiffe heran, um Waren und Menschen ans Ufer zu bringen. Was für eine mühselige Sache! Das Passagierterminal ist eine Ikone der modernen Architekturbewegung der Türkei. Als Ergebnis eines internatio

Halûk Uluhan
25. Dez. 20152 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy IV
Çinili Han Hafen ist gleich Zollamt. Das alte Zollamtsgebäude beherbergt heute noch Amtsstuben. Da die Fassade mit schönen, gelben Kacheln (çini) verkleidet ist, nennt man das Haus im Volksmund Çinili Han, Auch dieses Anwesen gehört jetzt der Doğuş-Gruppe. Was das Vorhaben Galataport damit vorhat, wissen wir noch nicht. Çinili Han entstand relativ spät - erst 1910. Ursprünglich fünfstöckig, erhielt das Haus eine sechste Etage draufgesetzt. Wohl aus Platzgründen hat da

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy III
Paketpostamt Schließlich kam die Post per Schiff an. Also waren die Postämter immer unmittelbar am jeweiligen Hafen. Das auch als "Lagerhaus Nr. 20" bekannte Anwesen wurde in den 1860-ern gebaut. Die Nr. 20 ist das erste moderne Lagerhaus der Türkei. Es grenzt an das Passagierterminal "Yolcu Salonu" und das Zollamtsgebäude "Çinili Han". Zusammen bilden sie die harmonische Uferkante des Hafenbereichs von Karaköy. Die rhythmische Fassadebgliederung des Lagehauses mit tran

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy II
Süslü Karakol, die schnörkelige Polizeiwache. Polizei oder Militär sind bekanntlich Institutionen, die ungern wieder gehen, wenn sie einmal da sind. Das hat vielleicht einen positiven Nebeneffekt: so blieben manche Bauten vom Ungeheuer Restaurierung oder Gentrifizierung verschont. Das gleiche Schicksal hat dieser durchaus interessante Arbeitsplatz mancher Polizeibeamte, die aber das schöne Haus nur von innen sehen. Schön ist natürlich nur das Portal, das Elemente des osm

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy I
Marseille am Goldenen Horn Cicerone setzt nun seinen Gang durch Gassen und Bauten von Galata und Pera fort. Der letzte Punkt seines Spazierganges war das Café Karabatak. Geht man jetzt die enge Gasse zwischen dem Türkisch-Orthodoxen Patriarchat und dem Kormoranencafé Richtung Süden, kommt man an eine der fünf parallel verlaufenden "Corniche" von Karaköy: Mumhane Caddesi. Man sollte hier keine breite Allee etwarten. Die Dimensionen der Straßen und Gassen von Galata und Per

Halûk Uluhan
24. Dez. 20152 Min. Lesezeit


Rakı
Der unsichtbare Löwe in der Flasche Die klischeehafte Bemerkung der Touristen „Aber die Moslems dürfen doch keinen Alkohol trinken“, wird von den Fremdenführern genauso stereotyp beantwortet: „Es sei denn, aus medizinischen Gründen!“ In der touristischen Konversation ist also Rakı kein Alkohol, sondern Medizin. Überall dort, wo Wein angebaut wird, gibt’s nicht nur Wein, sondern auch seinen Geist: Spirituosen auf Weinbasis. Obwohl man den dominierenden Anisgeschmack wahrnim

Halûk Uluhan
3. Nov. 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Tour
Zu Fuß und bergab: Galata-Ost An einem angenehm warmen Herbstsonntag (20. September 2015) hat Cicerone eine Walkingtour veranstaltet - die Route: vom Galataturm bis Karaköy, alles bergab und zu Fuß. Ergänzend dazu wird demnächst auch die Westhälfte Galatas begangen. Hier teilt Cicerone Fotos, die die Teilnehmer geschossen haben: #istanbul #galata #halukuluhan #cicerone #privattouren #guide #stadtführung

Halûk Uluhan
21. Sept. 20151 Min. Lesezeit


Hippes Quartier
New-Karaköy Wo noch bis vor fünf Jahren Pumpen, Dichtungen und Fräser verkauft wurden, ist ein Trendviertel entstanden: Karaköy. Der Name steht heute bei junger Bevölkerung auch unter den Erasmus-Stundenten und Expats nicht mehr für einen verkehrstechnisch quirligen Platz, sondern für ein ganz kleines Gassensystem zwischen der Kaistraße Kemankeş Caddesi und Necatibey Caddesi auf der einen Achse und zwischen Maliye Caddesi (Parkhaus) und Tophane İskele Caddesi (Kılıç-Ali-Paş

Halûk Uluhan
1. Aug. 20152 Min. Lesezeit
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