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CiCERONE TRAVEL


Am Hafenkai von Karaköy III
Paketpostamt Schließlich kam die Post per Schiff an. Also waren die Postämter immer unmittelbar am jeweiligen Hafen. Das auch als "Lagerhaus Nr. 20" bekannte Anwesen wurde in den 1860-ern gebaut. Die Nr. 20 ist das erste moderne Lagerhaus der Türkei. Es grenzt an das Passagierterminal "Yolcu Salonu" und das Zollamtsgebäude "Çinili Han". Zusammen bilden sie die harmonische Uferkante des Hafenbereichs von Karaköy. Die rhythmische Fassadebgliederung des Lagehauses mit tran

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy II
Süslü Karakol, die schnörkelige Polizeiwache. Polizei oder Militär sind bekanntlich Institutionen, die ungern wieder gehen, wenn sie einmal da sind. Das hat vielleicht einen positiven Nebeneffekt: so blieben manche Bauten vom Ungeheuer Restaurierung oder Gentrifizierung verschont. Das gleiche Schicksal hat dieser durchaus interessante Arbeitsplatz mancher Polizeibeamte, die aber das schöne Haus nur von innen sehen. Schön ist natürlich nur das Portal, das Elemente des osm

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy I
Marseille am Goldenen Horn Cicerone setzt nun seinen Gang durch Gassen und Bauten von Galata und Pera fort. Der letzte Punkt seines Spazierganges war das Café Karabatak. Geht man jetzt die enge Gasse zwischen dem Türkisch-Orthodoxen Patriarchat und dem Kormoranencafé Richtung Süden, kommt man an eine der fünf parallel verlaufenden "Corniche" von Karaköy: Mumhane Caddesi. Man sollte hier keine breite Allee etwarten. Die Dimensionen der Straßen und Gassen von Galata und Per

Halûk Uluhan
24. Dez. 20152 Min. Lesezeit


Rakı
Der unsichtbare Löwe in der Flasche Die klischeehafte Bemerkung der Touristen „Aber die Moslems dürfen doch keinen Alkohol trinken“, wird von den Fremdenführern genauso stereotyp beantwortet: „Es sei denn, aus medizinischen Gründen!“ In der touristischen Konversation ist also Rakı kein Alkohol, sondern Medizin. Überall dort, wo Wein angebaut wird, gibt’s nicht nur Wein, sondern auch seinen Geist: Spirituosen auf Weinbasis. Obwohl man den dominierenden Anisgeschmack wahrnim

Halûk Uluhan
3. Nov. 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Tour
Zu Fuß und bergab: Galata-Ost An einem angenehm warmen Herbstsonntag (20. September 2015) hat Cicerone eine Walkingtour veranstaltet - die Route: vom Galataturm bis Karaköy, alles bergab und zu Fuß. Ergänzend dazu wird demnächst auch die Westhälfte Galatas begangen. Hier teilt Cicerone Fotos, die die Teilnehmer geschossen haben: #istanbul #galata #halukuluhan #cicerone #privattouren #guide #stadtführung

Halûk Uluhan
21. Sept. 20151 Min. Lesezeit


Hippes Quartier
New-Karaköy Wo noch bis vor fünf Jahren Pumpen, Dichtungen und Fräser verkauft wurden, ist ein Trendviertel entstanden: Karaköy. Der Name steht heute bei junger Bevölkerung auch unter den Erasmus-Stundenten und Expats nicht mehr für einen verkehrstechnisch quirligen Platz, sondern für ein ganz kleines Gassensystem zwischen der Kaistraße Kemankeş Caddesi und Necatibey Caddesi auf der einen Achse und zwischen Maliye Caddesi (Parkhaus) und Tophane İskele Caddesi (Kılıç-Ali-Paş

Halûk Uluhan
1. Aug. 20152 Min. Lesezeit


Türkisch-Orthodoxes Patriarchat
Der Kampf eines selbsternannten Patriarchen Es ist schon komisch. Man liest „Türkisch-Orthodoxes Patriarchat“ Wo? Über dem Eingang der Kirche „Meryem Ana“, der Mutter Maria also. Türken und Kirche? Und auch noch orthodox? Wie paßt das zusammen? Kurios ist die Geschichte schon. Die drei Kirchen hier in Karaköy – Maria (ehemals Panhagia Kaffathiani), Nikolaus und Johannes – sind ursprünglich griechisch-orthodoxe Kirchen. Die heute als „Patriarchatszentrum“ genutzte und in

Halûk Uluhan
28. Juli 20155 Min. Lesezeit


Surp-Pırgiç-Hisus-Kirche
Erlöserkirche im Rotlichtbezirk - Pfui! Das ist ein Irrgang durch die Achse Tophane-Karaköy. Ich weiß, liebe Cicerone-Leser. Bis ich eine bessere Lösung gefunden habe, bitte ich Sie alle wieder an die Kemeraltı Caddesi, Nahe Schule St. Benoît. Genau dort an der Ecke geht die Alageyik-Gasse hoch, eine alte Steigung mit Kopfsteinpflaster. Alageyik heißt Rothirsch. Man sieht dort fast immer junge Männer in Gruppen hoch- und runtergehen, sonntags auffälliger. Die Rothirsch-Gass

Halûk Uluhan
17. Juli 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: Juli
Ramadan in Istanbul Der islamische Fastenmonat Ramadan (Ramazan) fällt seit fast einer Dekade auf die Sommermonate. Wenn man das gregorianische Kalendersystem als Referenz nimmt, "bewegt" sich das islamische Mondjahr mit seinen 354 Tagen jedes Jahr um 11 Tage nach "vorne". Vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang nichts essen, nichts trinken und nicht rauchen ist das Gebot. Eine große Herausforderung für die Menschen ist nichts zu trinken - gerade an heissen und langen Som

Halûk Uluhan
15. Juli 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: Juni
Büyükçekmece: Ein Kleinod der Architektur Der Wettergott meinte es im Juni nicht gut mit Cicerone. Nachdem der Sommer viel zu früh gekommen zu sein schien, war es dann doch nicht so. Tulpen und Judasbäume wurden im Mai im selben Monatsprogramm behandelt. Im Juni hatte Cicerone diesmal Gäste für eine "Entführung aus dem Serail". Veranstaltungsort wäre der Garten des Archäologischen Museums gewesen - schöne Kulisse! Es gab aber im Vorfeld mehrere regnerische Tage, so dass d

Halûk Uluhan
26. Juni 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: Mai
Tulpen und Judasbäume zur gleichen Zeit Der lange Winter 2015 hörte plötzlich auf und der Frühsommer ist schon da. Istanbul hat dieses Jahr keinen Frühling gehabt. Cicerone hat zwei Monatsprogramme - beide mit floraler Thematik - an einem Tag organisieren müssen, da es sonst unzeitig geworden wäre: entweder für die Tulpen zu früh oder für die Judasbäume zu spät. Mai- und Juniprogramme wurden also vereint. Force majeure! Die Tulpe stammt aus der Türkei und nicht aus Holland

Halûk Uluhan
6. Mai 20152 Min. Lesezeit


Die Schule St. Benoît
Eine fast 700-jährige Institution Lycée Français Privé Saint-Benoît heißt eine der renommiertesten frankophonen Schulen der Türkei. Sie ist auf unserer Route Richtung Karaköy auf der rechten Seite. Daß sie eine fromme Stiftung war, erkennt man spätestens am Glockenturm. Eine der besten Bildungseinrichtungen der Türkei ist gleichzeitig eine lateinisch-katholische Institution mit uralten Wurzeln. Offizielle Gründung der Schule ist 1783, doch geht die Geschichte eigentlich z

Halûk Uluhan
30. Apr. 20154 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: April
Der Tag des Drachentöters: Heiliger Georg auf Büyükada Einer der häufigsten männlichen Vornamen im christlichen Abendland ist Georg, George, Giorgio oder wie die Türken den Griechen nachahmend sagen: Yorgo. Wer kennt ihn nicht? Georg ist ein Heiliger in der katholischen Kirche. In der orthodoxen ist er mehr: ein Märtyrer. Gelebt hat er wohl im 3. Jahrhundert und möglicherweise ist er ein Zeitgenosse des christenfeindlichen Kaisers Diokletian, der für viele Massaker vera

Halûk Uluhan
26. Apr. 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: März
Die Bosporus-Paläste: Osmanischer Barock auf Meereshöhe Wer den Topkapı-Palast und die Süleymaniye-Moschee mit aufmerksamen Augen gesehen hat, wird die majestätische Schlichtheit bewundert haben. Wer aber dann die Rüstempaşa und die "Blaue" Moschee gesehen hat, wird einen Sinneswandel, sagen wir Modewechsel, feststellen: außen pfui, innen hui - was Dekor angeht. In der Architektur gibt es solche Epochen, auch bei den Türken. Nach der Eroberung von Konstantinopel im Jahre 14

Halûk Uluhan
26. März 20152 Min. Lesezeit


Surp-Lusavoriç-Kirche
Der Erleuchter aus dem Kerker Gleich gegenüber der griechischen Schule ist ein gewaltiger Bau mit einer Kegelkuppel, die Surp-Krikor-Lusavoriç-Kirche. Ringsherum eng verbaut, ist der Bau dank seiner gewaltigen Ausmaße auffällig: eine gregorianisch-armenische Kirche, die einem sehr wichtigen Mann geweiht ist: Surp Krikor Lusavoriç oder zu Deutsch: St. Gregor, dem Erleuchter. Er hat eine spannende Lebensgeschichte. Der vermutlich um 240 geborene und um 331 gestorbene (sehr

Halûk Uluhan
24. März 20152 Min. Lesezeit


Griechische Volksschule
Kunst statt Kindergeschrei Unterwegs auf der Kemeraltı-Straße in Richtung Karaköy übersieht man in der Regel ein schönes Haus rechts. Die Straße ist unfreundlich und gilt nicht gerade als Flaniermeile. Geschäfte, die Outdoor-, Jagd- oder Taucherausrüstung verkaufen, dominieren; sonst gibt's viel Verkehrslärm. Das stolze, klassizistische Gebäude mit einer dunkelgrauen, wohl von Umwelteinflüssen mitgenommenen Fassade ist ein Werk des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Nach ei

Halûk Uluhan
24. März 20152 Min. Lesezeit


Cicerone-Monatsprogramm: Februar
Archäologisches Museum Istanbul - Ein Muß für alle Istanbul-Besucher Im Außengarten des berühmten Topkapı-Palastes thront ein stolzer Bau mit einer klassizistischer Front: Das Archäologische Museum von Istanbul. 1891 gegründet, ist es das bedeutendste archäologische Museum der Türkei. Die Sammlungen umfassen rund 15000 Exponate aus Mesopotamien, aus der assyrischen, sumerischen, akkadischen, babylonischen und ägyptischen Antike, dem prähistorischen, griechischen, römischen

Halûk Uluhan
21. Feb. 20151 Min. Lesezeit


Der freie Markt: amerikanisch
Als es noch keine Plagiate gab... Dort wo heute die Wasserpfeifen-Cafés sind, also wo einst das Artilleriegelände und später die Fordwerke waren, gab es ab den 50er Jahren den Amerikan Pazarı, den "amerikanischen Markt". Hier konnte man echte Jeans und andere Markenware an Kleidung haben. Zunächst waren es die in der Türkei stationierten amerikanischen Soldaten und andere Marshall-Planer, die vor ihrer Rückkehr ihre Habseligkeiten verkauften. So entstand die Bezeichnung A

Halûk Uluhan
2. Feb. 20152 Min. Lesezeit


Tophane
Ein Stadtteil im Dauerumbruch Tophane heißt einfach Kanonengießerei. Dieser unübersehbare Bau mit den vielen Kuppeln und Entlüftungskaminen ist für den Namen der Gegend verantwortlich: die Tophane-i Amire. Die Ursprünge dieser Waffenfabrik gehen auf 1453 zurück, also auf die Eroberung von Konstantinopel. 1823 wurde der Bau bei einem Brand stark zerstört und erneuert. Tophane war wohl das älteste Industriegebiet von Istanbul. Heute wird das Haus als Ausstellungshalle genutzt

Halûk Uluhan
2. Feb. 20152 Min. Lesezeit


Istanbul Modern
Kunst in der Lagerhalle Ein Muß für alle Kunstkenner und eine große Neuheit für die Türkei, da ein Museum der modernen Kunst fehlte. Staatliche Gemälde- und Skulpturenmuseen sind dank der Republik da, aber langweilig. Doch gab es erste Bestrebungen zu Sammlungen schon in den letzten Jahrzehnten des osmanischen Imperiums. Dass die Bildende Kunst vernachlässigt wurde, hat sicher mit dem religiösen Bilderverbot zu tun. Eine ehemalige Hafenhalle hat durch die Initiative der b

Halûk Uluhan
2. Feb. 20151 Min. Lesezeit
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