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CiCERONE TRAVEL


Am Hafenkai von Karaköy VI
Rıhtım Han Oder der Merkez Rıhtım Han ist einer der beiden die Passagierhalle flankierenden "Hans". Ein Han, ursprünglich eine Karawanserei auf Landwegen, ist in einer Stadt immer ein mehrstöckiges Haus meist mit einem Innenhof - aus Platzgründen auch mal ohne. Ein Han ist heute ein "Bürogebäude". Aus der historischen, märchenhaften Karawanserei gewachsen, wurde ein Han erst eine Art Markthalle, dann ein Geschäftszentrum mit Herberge usw. Ebenso in den "eklektischen"

Halûk Uluhan
27. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy III
Paketpostamt Schließlich kam die Post per Schiff an. Also waren die Postämter immer unmittelbar am jeweiligen Hafen. Das auch als "Lagerhaus Nr. 20" bekannte Anwesen wurde in den 1860-ern gebaut. Die Nr. 20 ist das erste moderne Lagerhaus der Türkei. Es grenzt an das Passagierterminal "Yolcu Salonu" und das Zollamtsgebäude "Çinili Han". Zusammen bilden sie die harmonische Uferkante des Hafenbereichs von Karaköy. Die rhythmische Fassadebgliederung des Lagehauses mit tran

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Am Hafenkai von Karaköy II
Süslü Karakol, die schnörkelige Polizeiwache. Polizei oder Militär sind bekanntlich Institutionen, die ungern wieder gehen, wenn sie einmal da sind. Das hat vielleicht einen positiven Nebeneffekt: so blieben manche Bauten vom Ungeheuer Restaurierung oder Gentrifizierung verschont. Das gleiche Schicksal hat dieser durchaus interessante Arbeitsplatz mancher Polizeibeamte, die aber das schöne Haus nur von innen sehen. Schön ist natürlich nur das Portal, das Elemente des osm

Halûk Uluhan
25. Dez. 20151 Min. Lesezeit


Rakı
Der unsichtbare Löwe in der Flasche Die klischeehafte Bemerkung der Touristen „Aber die Moslems dürfen doch keinen Alkohol trinken“, wird von den Fremdenführern genauso stereotyp beantwortet: „Es sei denn, aus medizinischen Gründen!“ In der touristischen Konversation ist also Rakı kein Alkohol, sondern Medizin. Überall dort, wo Wein angebaut wird, gibt’s nicht nur Wein, sondern auch seinen Geist: Spirituosen auf Weinbasis. Obwohl man den dominierenden Anisgeschmack wahrnim

Halûk Uluhan
3. Nov. 20152 Min. Lesezeit


Türkisch-Orthodoxes Patriarchat
Der Kampf eines selbsternannten Patriarchen Es ist schon komisch. Man liest „Türkisch-Orthodoxes Patriarchat“ Wo? Über dem Eingang der Kirche „Meryem Ana“, der Mutter Maria also. Türken und Kirche? Und auch noch orthodox? Wie paßt das zusammen? Kurios ist die Geschichte schon. Die drei Kirchen hier in Karaköy – Maria (ehemals Panhagia Kaffathiani), Nikolaus und Johannes – sind ursprünglich griechisch-orthodoxe Kirchen. Die heute als „Patriarchatszentrum“ genutzte und in

Halûk Uluhan
28. Juli 20155 Min. Lesezeit


Der freie Markt: amerikanisch
Als es noch keine Plagiate gab... Dort wo heute die Wasserpfeifen-Cafés sind, also wo einst das Artilleriegelände und später die Fordwerke waren, gab es ab den 50er Jahren den Amerikan Pazarı, den "amerikanischen Markt". Hier konnte man echte Jeans und andere Markenware an Kleidung haben. Zunächst waren es die in der Türkei stationierten amerikanischen Soldaten und andere Marshall-Planer, die vor ihrer Rückkehr ihre Habseligkeiten verkauften. So entstand die Bezeichnung A

Halûk Uluhan
2. Feb. 20152 Min. Lesezeit


Tophane
Ein Stadtteil im Dauerumbruch Tophane heißt einfach Kanonengießerei. Dieser unübersehbare Bau mit den vielen Kuppeln und Entlüftungskaminen ist für den Namen der Gegend verantwortlich: die Tophane-i Amire. Die Ursprünge dieser Waffenfabrik gehen auf 1453 zurück, also auf die Eroberung von Konstantinopel. 1823 wurde der Bau bei einem Brand stark zerstört und erneuert. Tophane war wohl das älteste Industriegebiet von Istanbul. Heute wird das Haus als Ausstellungshalle genutzt

Halûk Uluhan
2. Feb. 20152 Min. Lesezeit
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