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CiCERONE TRAVEL
Schauplätze wichtiger Entscheidungen
Konzilstädte
Festigung der christlichen Lehre
8 Tage 7 Nächte
Ganzjährig
In den Städten der frühen Konzilien wurde um zentrale Fragen des christlichen Glaubens gerungen: Wer ist Christus? Wie verhalten sich seine göttliche und menschliche Natur zueinander? Und welche Glaubenslehre sollte die Christenheit verbinden? Unsere Reise führt zu jenen historischen Orten, an denen Bischöfe, Kaiser und Theologen Entscheidungen trafen, die das Christentum bis heute prägen. Zwischen antiken Ruinen, byzantinischen Kirchen und lebendigen Städten begegnen wir den großen Debatten der Spätantike – und den Spuren, die sie in Geschichte, Kultur und Glauben hinterlassen haben.
1. Tag: Ankunft in Istanbul
Individuelle Anreise nach Istanbul und Transfer zum Hotel. Bei einem gemeinsamen Abendessen stimmen wir uns auf das Thema der Reise ein: Warum wurden Konzilien einberufen? Wer durfte teilnehmen? Welche Rolle spielten die Kaiser – und weshalb führten theologische Formulierungen zu erbitterten Auseinandersetzungen?
Abendessen und Übernachtung in Istanbul.
2. Tag: Konstantinopel – Kaiserstadt und Konzilsstadt
Unser erster Rundgang führt in das byzantinische Konstantinopel. Auf dem Hippodrom begegnen wir dem politischen und gesellschaftlichen Mittelpunkt der Hauptstadt. Danach besuchen wir die Hagia Eirene, in der 381 das Erste Konzil von Konstantinopel zusammenkam. Es bestätigte und erweiterte das Glaubensbekenntnis von Nikaia und formulierte die Lehre vom Heiligen Geist.
In der Hagia Sophia beschäftigen wir uns mit den späteren Konzilien von Konstantinopel sowie mit dem Verhältnis von kaiserlicher Macht, kirchlicher Autorität und theologischer Lehre. Auch der Bilderstreit, der das Byzantinische Reich über Generationen erschütterte, wird uns während der Besichtigung begleiten.
Übernachtung in Istanbul.
3. Tag: Das christliche Konstantinopel
Am Vormittag besuchen wir das Ökumenische Patriarchat im Phanar. In der Georgskathedrale erhalten wir Einblick in die Tradition und die heutige Stellung des Patriarchats von Konstantinopel.
Anschließend erkunden wir weitere Zeugnisse des christlichen Konstantinopels. Dazu gehören die ehemalige Pammakaristoskirche, die zeitweise als Patriarchalkirche diente, und die Chora-Kirche mit ihren bedeutenden Mosaiken und Fresken. Dabei betrachten wir auch, wie die auf den Konzilien formulierten Glaubensaussagen in der byzantinischen Bildwelt sichtbar wurden.
Übernachtung in Istanbul.
4. Tag: Istanbul – Nikaia – Bursa
Wir verlassen Istanbul und fahren nach Iznik, dem antiken Nikaia. Hier fand im Jahre 325 das Erste Ökumenische Konzil statt. Im Mittelpunkt stand der Streit um das Verhältnis zwischen Gottvater und Christus. Das dort formulierte Glaubensbekenntnis wurde zu einer Grundlage des christlichen Glaubens.
Im Jahre 787 trat in Nikaia erneut ein Konzil zusammen. Das Zweite Konzil von Nikaia beendete vorläufig den byzantinischen Bilderstreit und erlaubte die Verehrung von Ikonen, unterschied diese jedoch ausdrücklich von der allein Gott gebührenden Anbetung.
Wir besuchen die ehemalige Hagia Sophia, den traditionellen Schauplatz des Konzils von 787, sowie die Stadtmauern und weitere Zeugnisse der römisch-byzantinischen Stadt. Der genaue Tagungsort des Konzils von 325 ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.
Am Nachmittag fahren wir weiter nach Bursa.
Abendessen und Übernachtung in Bursa.
5. Tag: Bursa – Von der byzantinischen Stadt zur ersten osmanischen Hauptstadt
Bursa, das antike Prusa, liegt am Fuß des bithynischen Olymp, des heutigen Uludağ. Die Stadt war bereits in römischer und byzantinischer Zeit von Bedeutung, wurde jedoch vor allem als frühe Hauptstadt des Osmanischen Reiches berühmt.
Wir besuchen die Große Moschee, den Seidenbasar, die Grüne Moschee und das Grüne Mausoleum. Auch die Grabstätten der frühen osmanischen Herrscher Osman und Orhan gehören zu unserem Programm. So begegnen wir einer Stadt, in der sich byzantinisches Erbe, frühosmanische Architektur und die Kultur der historischen Seidenstraße miteinander verbinden.
Der Nachmittag bleibt für einen individuellen Spaziergang durch die Basarviertel oder eine erholsame Pause im Hotel.
Abendessen und Übernachtung in Bursa.
6. Tag: Bursa – Pergamon
Nach dem Frühstück fahren wir durch die Landschaft Westanatoliens nach Pergamon. Die Stadt war das Zentrum eines mächtigen hellenistischen Königreiches und später eine der bedeutendsten Metropolen der römischen Provinz Asia.
Auf dem Burgberg besuchen wir die Akropolis mit dem steilen Theater, den Resten der Tempel, den Palastanlagen und den Fundamenten des berühmten Zeusaltars. Anschließend besichtigen wir das Asklepieion, eines der wichtigsten Heilzentren der Antike.
Pergamon gehört zudem zu den sieben Gemeinden der Johannesoffenbarung. Damit schlägt die Stadt eine Brücke zwischen der Welt des Neuen Testaments und der späteren Epoche der großen Konzilien.
Abendessen und Übernachtung in Bergama.
7. Tag: Pergamon – Smyrna – Ephesus
Am Morgen fahren wir nach Izmir, dem antiken Smyrna. Bei einem Rundgang besuchen wir die Agora und lernen eine Stadt kennen, deren Geschichte von der Antike über die frühchristliche und byzantinische Zeit bis in die kosmopolitische Welt des Osmanischen Reiches reicht. Smyrna war ebenfalls eine der sieben Gemeinden der Johannesoffenbarung und entwickelte sich zu einem wichtigen frühchristlichen Bischofssitz. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Bischof und Märtyrer Polykarp von Smyrna.
Nach einer Mittagspause an der Ägäisküste fahren wir weiter in den Raum Selçuk.
Abendessen und Übernachtung in Selçuk oder Kuşadası.
8. Tag: Ephesus – Konzil von 431 – Izmir
Der letzte große Höhepunkt unserer Reise ist Ephesus. Wir besichtigen die prachtvolle römische Stadt mit ihren Säulenstraßen, Tempeln, Bädern, dem Theater und der Celsusbibliothek. Ephesus war nicht nur eine der bedeutendsten Metropolen der Antike, sondern auch ein wichtiges Zentrum des frühen Christentums.
Im Jahre 431 trat hier das Dritte Ökumenische Konzil zusammen. Im Mittelpunkt stand der Konflikt zwischen Kyrill von Alexandria und Nestorius von Konstantinopel. Verhandelt wurde über die Einheit der göttlichen und menschlichen Natur Christi – und damit verbunden über die Frage, ob Maria als Gottesgebärerin, als Theotokos, bezeichnet werden dürfe.
An der Marienkirche, dem Tagungsort des Konzils, erinnern wir an die leidenschaftlichen theologischen und machtpolitischen Auseinandersetzungen. Dabei wird deutlich, dass die Konzilien nicht nur Versammlungen frommer Theologen waren: Persönliche Rivalitäten, kirchenpolitische Interessen und kaiserliche Einflussnahme spielten ebenfalls eine wesentliche Rolle.
Nach der Besichtigung fahren wir zum Flughafen Izmir. Individuelle Rückreise oder Verlängerungsaufenthalt an der Ägäisküste.

