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Vom armenischen Erbe zur geheimnisvollen Piratenküste

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Kilikien hautnah

Zwischen Çukurova und dem Taurus

8 Tage 7 Nächte

Ganzjährig

Zwischen den fruchtbaren Ebenen der Çukurova, den schroffen Höhen des Taurusgebirges und den stillen Buchten des Mittelmeers erstreckt sich eine der geschichtsträchtigsten Landschaften Anatoliens. Späthethitische Fürstentümer, Griechen und Römer, frühe Christen, Byzantiner, Kreuzfahrer, Armenier, Seldschuken und Osmanen haben hier ihre Spuren hinterlassen.
Unsere Reise führt von Adana über Tarsus und die antiken Städte des rauen Kilikien bis nach Anamur und Antalya. Monumentale Ruinen, mächtige Burgen, frühchristliche Heiligtümer, geheimnisvolle Karstlandschaften und eindrucksvolle Küstenstraßen erzählen von der außergewöhnlichen Vielfalt dieser Region. Zugleich begegnen wir der lebendigen Gegenwart des Südens: seinen Basaren, seiner berühmten Küche, seinen fruchtbaren Gärten und seiner herzlichen Gastfreundschaft.

1. Tag - Ankunft in Adana.
Ihr Reiseleiter holt Sie ab und bringt Sie zu Ihrem Hotel. Sind Sie früh angekommen? Sind Sie früh angekommen, können Sie zunächst durch das historische Viertel Tepebağ und den alten Basar schlendern und im Anschluss auf dem Ziyapaşa-Boulevard flanieren und Ihren ersten türkischen Kaffee genießen.“ Zwei Übernachtungen in Adana.
2. Tag – Völker des fruchtbaren Bodens der Çukurova
Nach dem Frühstück in Adana führt Sie Ihre heutige Reise zu den faszinierenden historischen und landschaftlichen Schätzen der Region. Zuerst erreichen Sie Karatepe-Aslantaş, eine der bedeutendsten spät-hethitische (n Siedlungen, wo Sie das erste Freilichtmuseum der Türkei mit seinen einzigartigen Steinreliefs und den historischen phönizischen sowie hieroglyphischen Inschriften entdecken.
Weiter führt der Weg nach Hemite (Gökçepinar), einem geschichtsträchtigen Ort am Ceyhan-Fluss. Die dortige mittelalterliche Fostun Amuda birgt eine spannende Verbindung zur europäischen Geschichte: Einst war sie ein wichtiger Stützpunkt und eine Befestigung des Deutschen Ordens (der Deutschritter) während der Zeit der Kreuzzüge und des Königreichs Kleinarmenien. Neben dieser kreuzfahrerzeitlichen Geschichte ist Hemite zudem als Geburtsort des berühmten türkischen Schriftstellers Yaşar Kemal bekannt.
Anschließend geht es weiter zur antiken Stätte von Anavarza, die einst eine glanzvolle Metropole und zeitweise Hauptstadt des kilikischen Königreichs Kleinarmenien war. Nach dem Besuch des römischen Kaisers Augustus erhielt die Stadt den Namen „Caesarea“ und wurde im Jahr 204 n. Chr. mit den Titeln „Metropolis“ und dreimal mit dem Titel „Neokoros“ ausgezeichnet.
In dieser Ära wurden zahlreiche monumentale Bauwerke errichtet, wie beispielsweise Triumphbögen, Säulenstraßen, ein Theater, ein Amphitheater (das zu den wenigen Beispielen in der Region zählt), ein Stadion, Tempel, Sarkophage, Felsengräber, Chamosorion-Grabstätten sowie Bäder. Insbesondere der im Süden gelegene Triumphbogen (bekannt als Alakapı) gehört aufgrund seines unverwechselbaren architektonischen Stils zu den einzigartigen und kolossalen Bauwerken der Antike. Darüber hinaus ist der Cardo Maximus (die säulengedeckte Hauptstraße), der die Stadt auf der Nord-Süd-Achse durchquert, mit einer Breite von 34 Metern und einer Länge von 2,5 Kilometern eine der breitesten und längsten Straßen der Antike.
Anavarza trägt eine mehrschichtige städtische Identität, da es während der römischen, byzantinischen, arabischen, armenischen und mamlukischen Epoche ununterbrochen besiedelt war. Als Geburtsort des berühmten antiken Arztes Dioskurides wurde Anavarza aufgrund seines kulturellen Reichtums im Jahr 2014 in die Tentativliste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Hier bestaunen Sie die hoch auf dem Burgfelsen thronende Festung, die über jahrhundertealte, in den Fels geschlagene Treppen zu erreichen ist und mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt.
Am Nachmittag erreichen Sie Kozan, das historische Sis, welches eine tiefgreifende spirituelle Bedeutung besitzt, da sich hier am Fuße des Burgfelsens jahrhundertelang (von 1293 bis 1921) das Katholikat des Großen Hauses von Kilikien – das spirituelle Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche und ein Ankerpunkt von unschätzbarem Wert für die weltweite Diaspora – befand. Direkt im Anschluss besuchen Sie das berühmte Kirkor Yaver’in Konağı, ein prachtvolles historisches Herrenhaus aus dem späten 19. Jahrhundert, das die traditionelle Architektur der Region widerspiegelt. Mit unvergesslichen Eindrücken von antiken Königreichen, europäischen Kreuzfahrer-Spuren und bewegenden Kulturstätten kehren Sie am späten Nachmittag nach Adana zurück. (ca.280km) Ü. wie am Vortag.
3. Tag – Historische Varda-Brücke und Gastronomiestadt Adana
Der Tag beginnt in den frühen Morgenstunden mit einer eindrucksvollen Fahrt zur Varda-Brücke, dem spektakulären historischen Eisenbahnviadukt, das sich in atemberaubender Höhe über den tiefen Canyon des Taurusgebirges spannt. Nach diesem landschaftlichen und geschichtsträchtigen Auftakt führt der Weg weiter in das lebendige Zentrum von Adana, wo die Erkundung der Stadt tief in deren reiche Kultur eintaucht: Man schlendert durch die historischen Tepebağ-Evleri mit ihrer traditionellen Architektur, bewundert die markante Bebekli Kilise (von aussen) und spürt in den geschäftigen Gassen des historischen Kazancılar Çarşısı direkt am Großen Uhrenturm den authentischen Rhythmus des lokalen Handwerks. Im Anschluss führen die Stationen zur ehrwürdigen Steinernen Brücke aus der römischen Zeit, die sich geschmeidig über den Seyhan-Fluss spannt, sowie zum beeindruckenden Archäologischen Museum von Adana, das mit seinen faszinierenden Artefakten aus Jahrtausenden anatolischer Geschichte begeistert. Im Anschluss daran setzt sich die Reise mit der Weiterfahrt nach Tarsus fort.
Unterwegs besuchen wir Yenice,dessen historischer Bahnhof tief in der Weltgeschichte verwurzelt ist. Als strategischer Knotenpunkt der legendären Bagdadbahn erlangte er vor allem im Januar 1943 weltweite Bekanntheit, als der türkische Staatspräsident İsmet İnönü hier in seinem Sonderzug mit dem britischen Premierminister Winston Churchill zusammentraf, um die Neutralität der Türkei im Zweiten Weltkrieg zu wahren. Ein historischer Waggon auf dem Gelände erinnert noch heute an dieses bedeutsame diplomatische Gipfeltreffen. Nur wenige Kilometer weiter südlich öffnet sich schließlich Tarsus. (ca. 190km). Ü. İn Tarsus.
4. Tag – Tarsus – Vom antiken Hafen zur Heiligen Stadt
Tarsus ist eine der ältesten und geschichtsträchtigsten Städte der Welt mit einer über neuntausendjährigen Vergangenheit, in der sich die Spuren großer Epochen von Kleopatra über den Apostel Paulus und Alexander den Großen bis hin zum Propheten Daniel nahtlos aneinanderreihen.
Nach dem Frühsstück führt die Erkundungstour durch die verwinkelten Gassen und historischen Straßen des traditionellen Viertels Kızılmurat Mahallesi wie eine lebendige Zeitreise. Beim Schlendern durch dieses alte Viertel begegnet man auf Schritt und Tritt dem authentischen Charme vergangener Jahrhunderte – mit geschützten Steinhäusern, kleinen Handwerksläden und dem gastfreundlichen Treiben der Einheimischen. Der Spaziergang führt direkt zum berühmten Kleopatra-Tor, wo sich einst die ägyptische Königin und Marcus Antonius trafen, und weiter zu den beeindruckenden Überresten der Antiken Römischen Straße, deren massive Steinplatten und ausgeklügeltes unterirdisches Entwässerungssystem von der meisterhaften Ingenieurskunst der Antike zeugen. Von dort aus geht es durch die schattigen Gassen zum historischen Paulusbrunnen sowie zur geschichtsträchtigen Pauluskirche, die heute als eindrucksvolles St. Paul Anıt Müzesi im Geburtsort des Apostels Paulus besichtigt werden kann. Nur wenige Schritte weiter entdecken wir zudem die Kilise Camii (Eski Cami), ein faszinierendes Bauwerk, das die bewegte religiöse Transformation der Stadt widerspiegelt. Von hier aus lässt sich in nur ein bis zwei Gehminuten wunderbar der traditionelle Esnaf Çarşısı (Siptilli-Basar) erreichen, wo in den historischen Basargassen altes Handwerk und lebendiger Handel fortbestehen. Nach diesem Streifzug bietet sich ein rund siebenminütiger Spaziergang zu Kervan Humus an, wo man den weltberühmten, heißen Tarsus-Humus nach traditioneller Art genießen kann. Schließlich runden weitere Stationen wie der rauschende Berdan-Wasserfall, an dem einst Alexander der Große verweilte, und das ehrwürdige Grab des Propheten Daniel diesen Streifzug durch eine über neuntausendjährige Geschichte ab.
Weiter westwaerts führt unser Weg nach Kanlıdivane. Die Ruinen von Kanytellis gruppieren sich um eine tiefe Sinkhöhle. Neben einem hellenistischen Wehrturm, einer Basilika und der Papylos-Kirche zeugen dort alte Pressen von der einstigen Olivenölproduktion.
Bei Ayaş liegen die gut erreichbaren Überreste von Eleuissa Sebaste. Sie sind leicht zugaenglich und zeugen von der antiken Vergangenheit. Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Elaiussa (abgeleitet vom griechischen Wort für Öl/Olivenhain) und Sebaste (die griechische Entsprechung für Augusta, zu Ehren des römischen Kaisers Augustus verliehen).
Nur wenige Minuten weiter von Ayas erreichen wir Kızkalesi (Korykos). Diese antike Hafenstadt Korykos an der kilikischen Mittelmeerküste zeichnet sich durch eine strategisch günstige Lage aus, die schon in der Antike und im Mittelalter als wichtiger Umschlagplatz und Flottenstützpunkt diente. Das Herzstück der Anlage bildet ein clever konzipiertes Zwei-Burgen-System, das den Hafen und die Küste sowohl vom Festland als auch von der Seeseite aus perfekt absicherte.
Die direkt an der Küste gelegene Landburg umfasste einen großen, befestigten Stadtbereich mit Türmen, Toren und Kirchen, der als Rückzugsort und Schutz für die Hafeneinfahrt diente. Etwa 600 Meter vor der Küste ergänzte die Seeburg, das heutige Kızkalesi oder Mädchen-Kastell, auf einer kleinen Insel dieses Verteidigungsnetzwerk als vorgeschobene Wachturm- und Seebastion. Beide Burgen waren durch bauliche Anlagen und Seeverbindungen so miteinander verknüpft, dass sie den Hafen wie eine Zange umschlossen. Ihre heutige Gestalt ist vor allem von der byzantinischen und der armenischen Epoche des 12. und 13. Jahrhunderts geprägt.
Wir setzen unseren Weg fort in Richtung Narlıkuyu. (ca120 km)Ü. in Narlıkuyu.
5. Tag – Einsturzdolinen
Ein eindrucksvoller Tag beginnt an den spektakulären Karsthöhle Cennet und Cehennem, wo die gewaltigen Einsturzdolinen von Himmel und Hölle ein beeindruckendes Naturschauspiel bieten und die Himmelsdoline über eine Steintreppe hinab zu einer geheimnisvollen Marienkirche aus dem 5. Jahrhundert führt. Weiter geht die Reise hinauf ins Taurusgebirge nach Uzuncaburç (dem antiken Diocaesarea), wo der namensgebende, rund 23 Meter hohe hellenistische Wehrturm stolz in den Himmel ragt, eine prächtige Säulenstraße zum Spazieren einlädt und der imposante Zeus-Olbios-Tempel die architektonische Größe der Antike lebendig werden lässt. Nur wenige Kilometer entfernt führt der Weg direkt weiter nach Olba, wo Besucher der spektakuläre, zweistöckige römische Aquädukt, das antike Theater sowie die weitläufige Nekropole mit ihren eindrucksvollen Felsgräbern in ihren Bann ziehen. Auf dem Weg durch die ruhige Naturlandschaft des Hochlandes lohnt sich ein Zwischenstopp an der frühbyzantinischen Kirche von Cambazlı mit ihren korinthischen Säulenkapitellen, bevor es zu einem der absoluten visuellen Höhepunkte des Tages geht: den Adamkayalar. Versteckt in den steilen Felswänden der Teufelsschlucht zeigen antike Felsreliefs aus römischer Zeit feiernde Familien, Soldaten und Kinder, die in den Fels gemeißelt bis heute ihre Geschichten erzählen. Das ist hier ebenfalls eine Doline (ein Obruk), aber es ist ziemlich gefährlich, hineinzusteigen. Deshalb beobachten wir die ‚Steinmänner‘ aus der Ferne. An der Küste gibt die fotogene Jungfernburg (Kız Kalesi) bei jedem Anblick ein wunderschönes Fotomotiv ab. Den krönenden Abschluss bildet die Fahrt an die Küste nach Narlıkuyu, wo das antike Mosaik der Drei Grazien bewundert werden kann und der Tag in einem gemütlichen Restaurant direkt am azurblauen Mittelmeer bei frischem Fisch entspannt ausklingt.(ca.80 km). Ü. wie am Vortag.
6. Tag – Unesco-Weltkulturerbe überall: Hoch oben und tief unten
Unser Tag beginnt an der warmen Mittelmeerküste und führt nach Silifke, wo der geschichtsträchtige Göksu-Fluss in das Meer mündet. Hier erinnert ein Gedenkstein an Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der 1190 hier ums Leben kam, während nur wenige Kilometer westlich der frühchristliche Wallfahrtsort der Heiligen Thekla (Meryemlik) mit seinen unterirdischen Kultstätten liegt.
Von der Küste aus folgt die Route dem Lauf des Göksu-Flusses bis nach Mut und schraubt sich von dort über spektakuläre Serpentinen hinauf in das Taurusgebirge. Auf rund 1.300 Metern Höhe erreichen wir das auf der UNESCO-Tentativliste stehende Alahan-Kloster, das im 5. Jahrhundert als eindrucksvoller Rückzugsort für schätzungsweise 70 bis 100 Mönche diente. Nach der Besichtigung der in den Fels geschlagenen Säulenstraße, der Mönchszellen, der reliefierten Evangelistenkirche und der Kuppelbasilika führt der Weg über Mut und Gülnar wieder hinab an die Küste.
Dort empfängt uns Anamur – bekannt als das berühmte „Muz diyarı“ (Paradies der Bananen), dessen saftig grüne Plantagen das Landschaftsbild prägen. In dieser malerischen Umgebung thront die ebenfalls auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Tentativliste geführte Mamure-Festung (Mamure Kalesi), ein wahrer Gigant der Küstengeschichte und eine der größten, besterhaltenen Festungsanlagen der Türkei direkt am Meeresufer. Bevor die Festung hier entstand, diente die unwegsame Küste im 1. Jahrhundert v. Chr. als berüchtigtes Versteck der kilikischen Piraten, die den Seehandel kontrollierten, bis der römische Feldherr Pompeius sie im Jahr 67 v. Chr. zerschlug. Die Geschichte des Ortes spannt sich weiter von römisch-byzantinischen Anfängen über den Ausbau durch Seldschuken und Karamaniden im Mittelalter bis hin zur Modernisierung in der osmanischen Ära. (ca.280 km) Ü. in Anamur
7. Tag – Entlang der Sonnenküste
Auf der morgendlichen Fahrt von Anamur in Richtung Alanya und Antalya durchquert man terrassierte Bananenplantagen an den meerseitigen, sonnenverwöhnten Hängen. Auf engen Serpentinen über der Küste führt der Weg weiter durch eine wilde Landschaft pinienbedeckter Steilhänge. Hoch über dem Meer, ungetrübt vom Dunst der Ebene, öffnen sich immer wieder unvergessliche Panorama-Blicke auf idyllische Buchten.
Die Küste Alanyas wird schon aus der Ferne von dem gedrungenen, 250 Meter hohen Sattel des Burgfelsens beherrscht. Geschützt durch dieses uneinnehmbar aus dem Meer aufragende Vorgebirge wurde vermutlich im 4. Jahrhundert v. Chr. das antike Korakesion gegründet. Es bildete eine Grenzbastion zwischen Pamphylien und Kilikien; der Küstenstrich von hier bis Silifke wurde als »Cilicia aspera« (das raue Kilikien) bezeichnet
Hier besichtigen wir den Roten Turm, der uns einen wunderschönen Blick auf den Hafen bietet, sowie die historische Festung. Mit ihren markanten Türmen, dem kunstvoll verzierten Hauptportal und dem atemberaubenden Panoramablick auf den Hafen sowie den weltberühmten Kleopatra-Strand bildet sie ein wahrhaft beeindruckendes Gesamtensemble.
Weiterfahrt nach Antalya, wo unsere Reise endet. Übernachtung in/um Antalya. (ca.260 km)
8. Tag – Heimflug oder Badeverlängerung


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