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Istanbul intensiv

Kulturhistorische Studienreise

Istanbul kreuz und quer

Leanderturm

1. Tag – Ankunft in Istanbul

Ankunft am Flughafen Istanbul (IST) und Begrüßung durch Ihre Reiseleitung. Anschließend erfolgt der Transfer in die Stadt. Bei einem gemeinsamen Abendessen im traditionsreichen Fischerviertel Kumkapı stimmen Sie sich auf die kommenden Tage ein. Zur Begrüßung wird ein Glas Rakı, der traditionelle türkische Anisschnaps, serviert. Danach fahren Sie zum Hotel und beziehen Ihre Zimmer für sieben Nächte.

2. Tag – Die Paläste der Osmanen: Dolmabahçe und Topkapı

Am Vormittag besichtigen Sie zunächst den prachtvollen Dolmabahçe-Palast am Bosporus, der die europäische Ausrichtung des Osmanischen Reiches im 19. Jahrhundert widerspiegelt. Anschließend fahren Sie nach Üsküdar auf der asiatischen Seite Istanbuls. Dort verbringen Sie Ihre Mittagspause in einem renommierten Traditionsrestaurant (fakultativ).

Mit der Marmaray-Bahn geht es danach unter dem Bosporus hindurch zurück auf die europäische Seite. Hier besuchen Sie den Topkapı-Palast, der über Jahrhunderte Residenz, Verwaltungszentrum und Herz des Osmanischen Reiches war. So erleben Sie an einem Tag den neuen und den alten Palast der Sultane.

Am Abend erwartet Sie im Restaurant Matbah ein Menü mit ausgewählten Spezialitäten der osmanischen Palastküche.

3. Tag – Die Gewässer Istanbuls: Bosporus und Goldenes Horn

Mit dem Privatbus fahren Sie entlang der mächtigen Theodosianischen Landmauern hinauf zum Edirnekapı, dem historischen Charisius-Tor. In der nahe gelegenen Chora-Kirche, der heutigen Kariye-Moschee, nehmen Sie sich viel Zeit für die einzigartigen Mosaiken und Fresken. Besonders der ausführliche Marienzyklus greift Szenen und Überlieferungen aus den apokryphen Schriften auf.

Nach der Besichtigung legen Sie unmittelbar gegenüber der Kariye-Moschee eine Mittagspause ein. Danach führt der Weg bergab nach Ayvansaray zur Marienkirche von Blachernai, einem der bedeutendsten Marienheiligtümer des byzantinischen Konstantinopels.

Weiter geht es nach Balat, dem historischen jüdischen Viertel mit seinen engen Gassen und Synagogen. Von hier schlendern Sie durch das Labyrinth der alten Straßen hinauf nach Fener, dem einstigen griechischen Phanar. Den höchsten Punkt des Viertels beherrscht der weithin sichtbare rote Backsteinbau des griechisch-orthodoxen Knabengymnasiums.

Anschließend besuchen Sie die Kirche der Maria der Mongolen, die nach der osmanischen Eroberung nie in eine Moschee umgewandelt wurde. Danach erreichen Sie den häufig als „Vatikan des Ostens“ bezeichneten Sitz des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel mit der Patriarchatskirche des Heiligen Georg. Ganz in der Nähe, unmittelbar am Goldenen Horn, erwartet Sie außerdem die sehenswerte Nikolauskirche.

An einer der zahlreichen Anlegestellen am Goldenen Horn gehen Sie zu einer Bosporus-Fahrt an Bord. Vorbei an den Ufern beider Kontinente und an prächtigen Villen gelangen Sie nach Tarabya, wo das Abendessen serviert wird. Anschließend Rückfahrt mit dem Privatbus zum Hotel.

4. Tag – Das Istanbul der Genuesen, Levantiner und Juden

Mit der modernen Standseilbahn fahren Sie zunächst hinauf zum Taksim-Platz. Hier bietet sich Gelegenheit zu einer städtebaulichen Diskussion über die Entwicklung und Umgestaltung dieses zentralen Stadtraums. Sie sehen das Atatürk-Kulturzentrum mit seinem Opernhaus, das Deutsche Generalkonsulat, den politisch wie städtebaulich umstrittenen Gezi-Park sowie das monumentale Denkmal der Republik.

Anschließend beginnt Ihr Spaziergang über die İstiklal-Straße, die einstige Grande Rue de Péra. Prächtige europäische Fassaden, Passagen, Kirchen und Geschäftshäuser erinnern an die glanzvolle Epoche des levantinischen Pera.

Die Mittagspause verbringen Sie im historischen Çiçek Pasajı – an der sprichwörtlich „längsten Theke Istanbuls“. Danach setzen Sie Ihren Spaziergang in Richtung Tünel fort. Unterwegs bleibt genügend Zeit für die eine oder andere Kaffeepause.

Sie passieren das prachtvolle Pera Palace Hotel, das Ende des 19. Jahrhunderts für die vornehmen Reisenden des Orient-Express errichtet wurde. Zu seinen berühmtesten Gästen gehörte Agatha Christie. Ihr Zimmer 411 und die Legende, sie habe hier an ihrem Roman Mord im Orient-Express gearbeitet, sind bis heute Teil der Hotelgeschichte.

Am Tünel begegnen Sie einer technischen Pionierleistung: Die 1875 eröffnete unterirdische Standseilbahn gilt nach der London Underground als die zweitälteste unterirdische Stadtbahn der Welt. Von ihr erhielt das Viertel seinen heutigen Namen.

Weiter führt uns der Weg durch Galata, das einstige Handelszentrum der Genuesen. Enge Gassen und alte Geschäftshäuser führen zur Neve-Schalom-Synagoge, dem größten Gotteshaus der jüdischen Gemeinde Istanbuls. Das angeschlossene Museum der türkischen Juden erzählt von der jahrhundertealten Geschichte und Kultur des Judentums im Osmanischen Reich und in der modernen Türkei.

Durch die steilen Gassen Galatas gelangen Sie schließlich hinunter nach Karaköy am Goldenen Horn. Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen auf dem lebhaften Fischmarkt.

5. Tag – Basare, Märkte und Handelshöfe: Das Geschäftsleben Istanbuls

Mit der Straßenbahn fahren Sie zunächst zum Konstantinsforum, dem heutigen Çemberlitaş. Von dort spazieren Sie weiter zum Beyazıt-Platz, der sich an der Stelle des einstigen Theodosiusforums erstreckt. Sie sehen das monumentale Tor der Universität Istanbul und besuchen den historischen Büchermarkt, den Sahaflar Çarşısı. Eine Pause in einem Dachcafé eröffnet Ihnen einen eindrucksvollen Blick über das Gewirr der Dächer des Großen Basars.

Anschließend betreten Sie den Großen Basar – ein jahrhundertealtes Handelszentrum und bis heute eine eigene Stadt in der Stadt. Die Mittagspause verbringen Sie in einem traditionsreichen Lokal mitten im Basar. Danach bleibt Zeit für individuelle Erkundungen und Einkäufe.

Durch ein Labyrinth aus Schmuckateliers, Textilhändlern, Kurzwarenläden und Geschäften aller Art gelangen Sie zu den alten Handelshöfen und weiter hinunter nach Tahtakale. Hier findet man alles, was man nicht braucht – und ebenso alles, was man vielleicht schon lange gesucht hat.

Schließlich erreichen Sie am Goldenen Horn den Ägyptischen Basar, den berühmten Gewürzmarkt. Farben, Düfte und das geschäftige Treiben bilden den lebendigen Abschluss Ihres Streifzugs durch das traditionelle Geschäftsleben Istanbuls.

Nach einem gemeinsamen Abendessen erwartet Sie im Hodjapasha-Kulturzentrum die Aufführung Rhythm of the Dance. In der eindrucksvollen Atmosphäre eines ehemaligen osmanischen Hamams verbindet die Show traditionelle Tänze verschiedener Regionen der Türkei mit orientalischem Tanz und Szenen aus der höfischen Unterhaltungskultur.

6. Tag – Das byzantinische Istanbul

Der Tag beginnt mit der Besichtigung der unmittelbar unterhalb der Hagia Sophia gelegenen Basilika-Zisterne, die zu den unverzichtbaren Sehenswürdigkeiten Istanbuls gehört. Die Türken nennen sie Yerebatan Sarayı, den „Versunkenen Palast“. Ein Wald aus 336 Marmorsäulen trägt das gewaltige unterirdische Gewölbe. Die unter Kaiser Justinian errichtete Zisterne konnte bis zu 80.000 Kubikmeter Wasser speichern und versorgte den Großen Kaiserpalast sowie weitere Gebäude des kaiserlichen Viertels.

Anschließend besuchen Sie die Empore der Hagia Sophia. Von hier eröffnet sich der eindrucksvollste Blick auf den gewaltigen Innenraum, die scheinbar schwebende Kuppel sowie das faszinierende Nebeneinander byzantinischer Mosaiken und osmanisch-islamischer Ausstattung.

Die im Jahr 537 geweihte christliche Hauptkirche Konstantinopels wurde nach der osmanischen Eroberung 1453 zur Moschee, 1935 zum Museum und 2020 erneut zur Moschee. Kaum ein anderes Bauwerk verkörpert die religiösen und politischen Wandlungen Istanbuls so eindringlich. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Hagia Sophia zugleich wieder zu einem Politikum von weltweiter Tragweite geworden.

Die Mittagspause verbringen Sie im Herzen von Sultanahmet. Gelegenheit zur Einkehr bietet der legendäre Pudding Shop, der in den 1960er- und 1970er-Jahren als Treffpunkt der Reisenden auf dem „Hippie Trail“ nach Asien berühmt wurde. Alternativ stehen in der unmittelbaren Umgebung zahlreiche kleine Lokale zur Auswahl.

Danach spazieren Sie über das Gelände des ehemaligen Hippodroms, der großen Pferderennbahn und politischen Bühne des byzantinischen Konstantinopels. Entlang der einstigen Mittelachse stehen noch heute der Ägyptische Obelisk, die Schlangensäule und der Gemauerte Obelisk. Besonders eindrucksvoll ist der unter Kaiser Theodosius I. im Jahr 390 aufgerichtete ägyptische Obelisk mit seinem reich gestalteten Marmorsockel.

Am nördlichen Ende des Platzes steht, genau auf die Längsachse ausgerichtet, ein Bauwerk aus sehr viel jüngerer Zeit: der Deutsche Brunnen. Kaiser Wilhelm II. ließ ihn als Erinnerung an seinen Besuch in Istanbul und als Geschenk an Sultan Abdülhamid II. errichten.

Anschließend besuchen Sie das Museum für türkische und islamische Kunst. Es ist in den erhaltenen Teilen des Palastes untergebracht, den Großwesir İbrahim Pascha im frühen 16. Jahrhundert unmittelbar am Hippodrom bewohnte. Der Palast wiederum wurde über den Überresten der byzantinischen Zuschauerränge errichtet. An diesem Ort liegen die verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte buchstäblich übereinander.

Auch die Sultan-Ahmed-Moschee, in Europa als „Blaue Moschee“ bekannt, und ihr weitläufiger Baukomplex entstanden auf einem Teil des Geländes des ehemaligen byzantinischen Kaiserpalastes. Die erhaltenen Bodenmosaiken des Großen Palastes zeugen von der einstigen Pracht der kaiserlichen Residenz und ihrer zahlreichen Nebenbauten. Sofern das derzeit restaurierte Museum der Mosaiken des Großen Palastes bis zum Reisetermin wieder zugänglich ist, wird es ebenfalls besichtigt.

Mit der Straßenbahn fahren Sie anschließend nach Karaköy, wo Sie den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Tershane ausklingen lassen.

7. Tag – Das osmanische Istanbul

Am Morgen fahren Sie mit dem Privatbus in das Stadtviertel Süleymaniye, das seinen Namen der großen Sultansmoschee verdankt. Ihr Stifter war Sultan Süleyman der Prächtige, der von 1520 bis 1566 und damit länger als jeder andere osmanische Sultan regierte. Unter seiner Herrschaft erreichte das Osmanische Reich den Höhepunkt seiner politischen, militärischen und kulturellen Macht.

Die von Mimar Sinan errichtete Süleymaniye-Moschee gehört zu den größten und bedeutendsten Moscheen Istanbuls. Sie krönt den dritten Hügel der historischen Halbinsel und bezieht die Topografie eindrucksvoll in ihre Architektur ein: Der monumentale Bau scheint den Hügel optisch noch zu erhöhen. Sie besichtigen die Moschee und ihren weitläufigen Baukomplex.

Anschließend kehren Sie in das Zentrum des alten Byzanz zurück: nach Sultanahmet. Hier besuchen Sie die Sultan-Ahmed-Moschee, die wohl bekannteste Moschee Istanbuls. Wegen der zahlreichen blau-weißen İznik-Fliesen, die ihren Innenraum schmücken, ist sie in Europa als „Blaue Moschee“ bekannt.

Von Sultanahmet führt ein Spaziergang bergab in Richtung Kadırga. Das Viertel war einst für seine Feuerwehrmannschaften, die sogenannten Tulumbacılar, bekannt. Bis heute vermittelt es das Bild einer weitgehend erhaltenen osmanischen Mahalle (Stadtteil) mit engen Gassen, kleinen Häusern und einem lebendigen nachbarschaftlichen Miteinander.

Hier besichtigen Sie die ehemalige Kirche der Heiligen Sergios und Bakchos. Nach der osmanischen Eroberung wurde sie in eine Moschee umgewandelt und ist heute als Küçük Ayasofya, die „Kleine Hagia Sophia“, bekannt.

Anschließend besuchen Sie das renommierte Kunsthandwerkshaus Nakkaş. Hier findet sich eine reiche Auswahl sorgfältig gefertigter Arbeiten aus Istanbul und den verschiedenen Regionen der Türkei. Unter dem Gebäude verbirgt sich zudem eine byzantinische Zisterne, in der Modelle das antike Hippodrom und seine Monumente veranschaulichen.

In diesem besonderen Ambiente legen Sie eine erholsame Pause ein und erhalten Einblick in ausgewählte Beispiele traditioneller türkischer Handwerkskunst. Anschließend bleibt genügend Zeit, die ausgestellten Arbeiten in Ruhe zu betrachten und auf Wunsch das eine oder andere Stück auszuwählen.

Von hier gehen Sie zum nahe gelegenen Armada Hotel. Auf dessen Terrasse erwartet Sie ein festliches Abschiedsessen. In stimmungsvoller Atmosphäre lassen Sie die gemeinsamen Tage und die vielen Gesichter Istanbuls noch einmal Revue passieren. Anschließend erfolgt die Rückfahrt mit dem Privatbus zum Hotel.

8. Tag - Abschied

Den Abflugzeiten entsprechend erfolgt der Flughafentransfer. Auf Wiedersehen in Istanbul!


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