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Kulturgenuss und Naturwunder

Hattuscha

Das verborgene Herz Anatoliens

Zwischen Hattuscha und Kappadokien

8 Tage, 7 Nächte

April-Juni, Oktober, November

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1. Tag - Willkommen in Ankara
Empfang am Flughafen Ankara durch Ihre qualifizierte deutschsprachige Reiseleitung. Je nach Ankunftszeit unternehmen Sie eine erste Orientierungsfahrt durch die türkische Hauptstadt oder begeben sich direkt in Ihr Hotel in Ankara, wo Sie zweimal übernachten.
2. Tag - Mitten in der anatolischen Geschichte
Nach dem Frühstück besuchen Sie das weltberühmte Museum für anatolische Zivilisationen. Die beeindruckende Sammlung führt Sie Der Nachmıttag führt Sıe zum Augustuschronologisch von der Altsteinzeit über die Neolithische Epoche (mit Funden aus Çatalhöyük) bis hin zu den Hethitern, Phrygern, Urartäern sowie der griechischen, römischen, byzantinischen, seldschukischen und osmanischen Zeit. Anschließend unternehmen Sie einen Spaziergang durch die historische Altstadt hinauf zur Zitadelle von Ankara, die einen spektakulären Rundblick über die gesamte Metropole bietet, und besichtigen die Aslanhane-Moschee, eine der ältesten und stimmungsvollsten Moscheen Anatoliens. Der Nachmıttag führt Sıe zum Augustus Tempel (Monumentum Ancyranum) folgt eine Fahrt zum imposanten Atatürk-Mausoleum (Anıtkabir). Den späten Nachmittag verbringen Sie bei einem gemütlichen Bummel über den lebendigen Atatürk Bulvarı und durch die Fußgängerzone im Herzen von Kızılay. Ü. wie am Vortag.
3. Tag - Auf den Spuren der Hethiter: Hattuscha und Yazilikaya
Nach dem Check-out im Hotel verlassen wir Ankara mit dem Bus und reisen nach Osten in Richtung Hattuša. Die einst glanzvolle Hauptstadt des Hethiterreiches ist eine UNESCO-Welterbestätte und florierte zwischen 1800 und 1200 v. Chr. Als echte Supermacht der Bronzezeit kontrollierte das Reich weite Teile Kleinasiens und des Nahen Ostens und leistete Pionierarbeit in der Eisenverarbeitung, der Diplomatie und im Recht. Vor Ort erkunden wir die antiken Ruinen von Hattuša sowie das faszinierende Felsheiligtum von Yazılıkaya. Zum Abschluss des Tages besuchen Sie das moderne Lokalmuseum in Boğazkale, wo Sie die spektakulären Original-Sphingen vom berühmten Sphinxtor, faszinierende Keilschrifttafeln und hochkarätige Kleinfunde erwarten, die durch zeitgemäße Schautafeln hervorragend kontextualisiert werden. Abendessen und Übernachtung in einem einfachen, landestypischen Hotel in Boğazkale. (ca. 210 km).
4. Tag - Alacahöyük und Schapinuwa
Der Tag beginnt mit der Fahrt nach Alacahöyük und der Besichtigung der dortigen Ausgrabungsstätte, die insbesondere für ihre prunkvollen Fürstengräber der Frühbronzezeit bekannt ist. Danach geht es mit dem Bus weiter via Alaca zur bedeutenden hethitischen Residenzstadt Šapinuwa bei Ortaköy, wo die seit 1990 laufenden Ausgrabungen eine ausgedehnte Palast- und Verwaltungsstadt zutage gefördert haben; besonders eindrucksvoll sind hier die weitläufigen Magazinbauten mit ihren zahlreichen großformatigen Vorratsgefäßen (Pithoi). Im Anschluss führt uns die Fahrt durch die weiten zentralanatolischen Ebenen und reizvollen Agrarlandschaften über Sarıkaya und Boğazlıyan nach Kappadokien. Einchecken im Hotel in Kappadokien für 4 Nächte.
5. Tag - Faszinierende Tufflandschaft Kappadokien
Westlich von Kayseri erstreckt sich jene weltberühmte Region, die für viele das Sinnbild Zentralanatoliens darstellt: die bizarre Tuffsteinlandschaft Kappadokiens, die Reisende seit jeher in ihren Bann zieht. In den weiten Erosionstälern stoßen Besucher auf Gruppen markanter Tuffkegel (wie in Zelve), während sich auf den Hochplateaus unvermittelt tiefe, steilwandige Schluchten (wie im Ihlara-Tal). Seit Jahrtausenden haben die Menschen hier ihre Behausungen direkt in die Felswände und Kegel geschlagen. In größeren Siedlungen wurden diese Höhlenwohnungen durch vorgelagerte Häuser aus Tuffsteinquadern ergänzt. Noch heute zeugen bunt bemalte Fassaden ehemaliger Taubenschläge an den Steilhängen von der traditionellen Landwirtschaft, auch wenn Tauben zur Gewinnung von Düngemittel heute kaum noch gehalten werden. Wie gigantische Bienenwaben thronen die heute unbewohnten Burgfelsen von Ürgüp, Ortaköy und Uçhisar über der Landschaft und scheinen über sie zu wachen. Neben den prachtvollen, mit Fresken geschmückten Felskirchen und Klosteranlagen aus byzantinischer Zeit beeindrucken vor allem die unterirdischen Höhlenstädte als wahre Meisterwerke früher Ingenieurskunst.
Nur einen Steinwurf von Ürgüp entfernt beginnt der Tag mit einem echten Glanzlicht der markanten Felsformation der “Drei Schönen”. Sie bilden den perfekten Auftakt für eine faszinierende Entdeckungsreise durch dıe einzigartige Landschaft der Feenkamine und geologischen Wunder Kappadokiens. Romantisch-poetisch werden diese Türme von den Einheimischen „Feenkamine“ genannt.
Wir tauchen dann in eine faszinierende Welt aus Stein, Geschichte und jahrhundertalter Mystik. Das Göreme-Freilichtmuseum wurde bereits im Jahr 1985 gemeinsam mit den anderen Felsendenkmälern von Kappadokien offiziell in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen (unter der Bezeichnung Göreme-Nationalpark und Felsendenkmäler von Kappadokien).
Warum UNESCO-Weltkulturerbe und -naturerbe? Göreme erfüllt dank seiner doppelten Bedeutung strenge Kriterien: Es ist sowohl ein herausragendes Zeugnis der byzantinischen Kunst und des frühen Mönchtums (Kulturerbe) als auch eine geologische Einzigartigkeit, die durch jahrtausendealte Erosion entstanden ist (Naturerbe). Diese gewaltige Felsensiedlung, die vom 4. bis zum 13. Jahrhundert ein Zentrum intensiven Klosterlebens war, beherbergt Kirchen mit Fresken sowie Klosteranlagen und bietet eine faszinierende Reise durch Kunst und Vergangenheit. Die in den Tuffstein geschlagenen Kirchen überraschen im Inneren mit außergewöhnlich gut erhaltenen Fresken aus frühchristlichen Epoche (vor allem aus dem 9. bis 11. Jahrhundert). Als absolutes Highlight gilt die Dunkle Kirche(Karanlık Kilise), da sie aufgrund minimalen Lichteinfalls vor dem Verblassen geschützt blieb. Ihre Fresken erstrahlen in einer Intensität, die Besucher staunen lässt.
Nach den kulturellen Eindrücken von Göreme führt der Weg ins charmante Ortahisar. Über dem Ort thront die gigantische, burgartige Felsfestung – eine der größten natürlichen Felsburgen Kappadokiens, die das Dorf überragt. Der Burgfelsen gab dem Dorf den Namen; Ortahisar bedeutet auf Deutsch “mıttlere Burg”.
Anders als die bekannteren Touristenzentren hat sich Ortahisar viel von seinem Ursprung bewahrt. Beim Spaziergang durch die engen, steilen Gassen begegnet man dem echten, ruhigen Dorfleben, alten Steinhäusern und freundlichen Einheimischen.
Zum Ausklang des Aufenthalts lädt ein gemütlicher Ort zu einer traditionellen Teepause ein. Mit einem frisch aufgebrühten, duftenden türkischen Tee (Çay) in der Hand, serviert im typischen tulpenförmigen Glas, lässt sich der Blick auf die spektakuläre Tufflandschaft und die Felsenburg wunderbar geniessen.
Heute steht noch die fakultative Aufführung der „Tanzenden Derwische“ auf dem Programm. Die ca. einstündige Veranstaltung findet in einer mittelalterlichen Karawanserei mit einmaliger Atmosphäre statt. Ü. wie am Vortag.
6. Tag - Sinassos - Athen des Ostens
Frühmorgens bringt uns ein Ausflug in den Süden Kappadokiens malerischen Dorf Mustafapasa, ehemaligen Sinasos - bis 1923 eine griechische Stadt, nach dem Bevölkerungsaustausch türkisch.
Dank des durch den Handel erlangten Wohlstands zeichnete sich die Siedlung durch Kultur- und Bildungsaktivitäten aus.
Bei unserem Spaziergang durch das historische Sinasos (Mustafapaşa) tauchen wir in eine faszinierende Welt aus der Zeit vor dem Bevölkerungsaustausch ein, in der anatolisch-christliche Griechen und muslimische Türken gemeinsam lebten. Wir bestaunen die prächtigen, reich verzierten Stein- und Herrenhäuser, die vom einstigen Wohlstand des Handels zeugen, sowie die historischen Kirchen und die von Evangelia Balta als „Athen des Ostens“ gewürdigte, kulturelle Vergangenheit dieses einzigartigen kappadokischen Ortes.
Danach fahren wir weiter nach Üçhisar und steigen hinauf zur imposanten Burg, um den atemberaubenden Panoramablick über die gesamte Region zu genießen. Nach Üçhisar besuchen wir das Taubental, wo wir von einem wunderbaren Aussichtspunkt aus den direkten Blick auf die faszinierenden Felsformationen und die historischen Taubenhäuser genießen, deren nährstoffreicher Mist früher als wertvoller Naturdünger für die kargen Böden und Weinberge diente. Zum Schluss fahren wir weiter zum Keşişler-Tal, wo wir die charakteristischen, pyramidon- oder pilzförmigen Feenkamine bestaunen und den Ort besuchen, an dem der Heilige Simeon einst seine Einsiedelei hatte.
Zentralanatolien ist Kernland der nomadisierenden Seldschuken, und Teppichknüpfen gehört zu den ältesten Volkskünsten der Nomadenvölker, als sie noch in Zelten gelebt und auf Schafsfellen geschlafen haben. In einer Knüpferei werden Sie die älteste Kunst der Turkvölker näher kennenlernen, wo auch die Möglichkeit zum Kaufen besteht.
Der Kizilirmak, zu Deutsch „Roter Fluss“ ist Lebensader dieser Landschaft und sorgt für rote Tonerde. Das Städtchen Avanos liegt an diesem Fluss und ist seit je her ein Töpferort. Ü wie am Vortag.
7. Tag - Mal oben in der Luft, mal tief in der Erde
Heute Morgen wird Ihnen ein absolutes Highlight angeboten. Eine fakultative Fahrt mit dem Heißluftballon über die Mondlandschaft Kappadokiens.
Nach dem Frühstück Fahrt über Aksaray nach Ihlara-Tal (Peristrema-Tal), der spektakulaersten und grünsten Schluchten Kappadokiens. Die durch den Melendiz-Fluss bis zu 150m tief in das Tuffgestein eingeschnittene Schlucht bietet einen überraschenden Kontrast zu der baumlosen-kargen Hochebene. Die steilen Felswaende der Schlucht beherbergten in byzantinischer Zeit zahlreiche Wohnhöhlen und z.T. ausgemalte Kirchen, Einsiedeleien und Klosteranlagen aus dem 10.-13.Jh., die (mehr oder weniger gut erhalten) ein lohnendes Ziel darstellen. Entlang des plaetschernden Flusses führt uns der Weg tief in die Geschichte und Kunst dieses sakralen Rückzugraums. Die Ağaçaltı-, Sümbüllü- und Yılanlı-Kirche verzaubern durch ihre versteckten Lagen, einzigartige Felsarchitektur und gut erhaltene Fresken aus frühchristlicher Zeit.
Auf dem Rückweg besuchen wir eines der geheimnisvollsten Bauwerke; die unterirdische Stadt Derinkuyu. Die unterirdischen Staedte wurden in byzantinischer Zeit angelegt, als die Kappadokier sich vor Sassaniden und Arabern verbergen mussten.
Als erste große unterirdische Anlagen wurden 1963 Derinkuyu und Kaymaklı entdeckt und zugänglich gemacht. Inzwischen sind mehr als 100 Höhlensiedlungen, die teilweise bis zu zehn Stockwerke tief sind und sich über viele Kilometer ausbreiten, bekannt. Sie sind z. T. zu besichtigen, wobei das Labyrinth der Räume, Gänge, Treppen und Schächte immer wieder verwirrt und erstaunt. Der Tuffstein war in jeder Hinsicht zum Aushöhlen geeignet, da er zunächst weich ist, an der Luft aber aushärtet. In Gefahrenzeiten konnten diese unterirdischen Anlagen in idealer Weise als Rückzugswohnungen benutzt werden.
Gänge und Tunnel konnten mit Rollsteinen in Mühlsteinform versperrt werden, die, am Ort aus dem Fels herausgearbeitet, in den Gang hinein- und wieder zurückgerollt werden konnten. Die Siedlungen waren mit Luftschächten, Wasser (z. T. mit eigenen Quellen) und Abwasserkanälen sowie Vorratsräumen für Lebensmittel und Weindepots versorgt.
Wieviele Menschen in diesen ›Städten‹ Unterschlupf suchten, ist heute nicht genau zu sagen. Die angegebenen Zahlen liegen zwischen 5..000 und 30000, sind jedoch spekulativ. In der Umgebung von Yozgat bis Niğde, Kayseri und Aksaray sind überall unterirdische Städte zu finden. Die meisten von ihnen sind durch Schwemmsand verschüttet, und so läßt sich die Funktion der einzelnen Räume meist nicht mehr feststellen. Von den Arabern wurden die Städte als ›die unterirdischen Kornspeicher‹, Derinkuyu als die ›Stadt der Mühlsteine‹ bezeichnet.
8. Tag - Transfer zum Flughafen und Heimflug.


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